Warum Produktoptimierungen häufig nicht genügen
Author
Klaus Ammon
Date Published

Wenn man sich Innovationen ansieht und analysiert, woraus diese Innovationen bestehen, so findet man in etablierten Unternehmen häufig Verbesserungen bestehender Produkte - kaum jedoch disruptive Innovationen.
Disruptiv oder evolutiv – was ist zielführend?
Clayton Christensen stellte in seinem 1997 erstmals erschienenen Buch ‘Innovator’s Dilemma’ fest, dass etablierte Unternehmen durch einschneidende Neuerungen in massive Bedrängnis kamen, weil sie entweder die Disruption nicht erkannten, nicht ernst nahmen und dieser nicht Rechnung trugen. Beispiele hierfür gibt es zuhauf: Sei es die Elektromobilität mit Tesla als Trendsetter, die Airline Industrie mit Ryan Air, Nokia in der Mobilfunksparte, die durch Apple vom Markt gefegt wurde und viele andere.
Grund für das Scheitern von Innovationen etablierter AnbieterInnen ist die laufende Optimierung von Services und Produktangeboten, die so weit gehen können, dass sie von KonsumentInnen nicht nachgefragt – ja nicht einmal bemerkt – werden (Overkilling).
Warum scheitern von 30'000 Produkten 95%?
Christensen nennt als Ursache des Scheiterns der überwältigenden Anzahl neu eingeführter Produkte das sehr rigide Vorgehen etablierter Unternehmen. So werden z.B. Märkte beim Start des Innovationsprozesses segmentiert, die Produkte in Kategorien eingeteilt, die KundInnen soziodemographischen Kategorien zugeordnet usw.
Die Schwierigkeit ist, dass KonsumentInnen in der Regel nicht den vorgezeichneten Segmenten der AnbieterInnen entsprechend ihre Produkte auswählen. Selbst, wenn dies so war oder auch noch so sein mag, werden diese Segmente immer kleiner und fragmentierter, die Nachahmer immer mehr. Der Weg sollte ein anderer sein. Statt aus dem Elfenbeinturm des eigenen Unternehmen Vorgaben für Innovationen zu machen, ist es häufig zielführender, sich einmal in die Situation seiner KonsumentInnen zu versetzen und dort zu schauen, warum KonsumentInnen manches einkaufen, manches nicht, was sie schätzen und – ganz wichtig: Welches Ziel sie verfolgen, wenn sie ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung nutzen.
Während Newcomer neue Geschäftsmodelle denken oder sich abzeichnende Trends frühzeitig aufnehmen, konzentrieren sich etablierte Unternehmen darauf, in bestehenden Kategorien zu denken – und auch zu handeln. Wenn man sich häufiger die Frage stellen würde was jemand mit der Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung für sich erreichen möchte, wäre man näher bei den KonsumentInnen und letztlich KundInnen.
Aber wie kann ich Kundenzentrierung erreichen?
Mit deeptrue können Product ManagerInnen, Product EntwicklerInnen, KommunikationsspezialistInnen und viele mehr ihre Ideen und Konzepte zu einem sehr frühen Stadium überprüfen.
Die folgenden Fragen können so schnell, einfach und preiswert beantwortet werden:
Bringt die Idee später einmal, wenn sie denn fertig entwickelt ist, echten Nutzen für zukünftige KundInnen?
Welche Personen werden wohl nie zu meinem Zielpublikum gehören, weil sie einfach den Mehrwert meiner Idee nicht erkennen (können) oder glauben, zu wenig Nutzen daraus zu ziehen?
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