Schnell und einfach - zwei Schlüsselanforderungen für das Insight Business der Zukunft
Author
Klaus Ammon
Date Published

Die über Jahrzehnte erfolgsverwöhnte Research Branche sieht sich disruptiven Herausforderungen gegenüber … und die Covid 19 Pandemie hat elementare Problemfelder noch beschleunigt.
Operative Fragestellungen schnellstmöglich beantworten
Das Research Geschäft ist in selteneren Fällen strategisch ausgerichtet – zumeist sind die Fragestellungen taktischer, d.h. operativer Natur. Die Produkte und Dienstleistungen sind durch das Benchmarking der eigenen Überzeugungen mit Consumer Feedback zur Generierung einer optimalen Customer Experience abzugleichen. Und das muss immer schneller geschehen, denn das Management benötigt Entscheidungsgrundlagen as soon as possible, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. Und diese Anforderungen dulden immer weniger zeitaufwendige, teuere und methodisch ausgefeilte Forschungen. Die Forschung hat zu liefern – und zwar so schnell wie möglich, so aussagefähig wie möglich und so kostengünstig wie möglich.
Der Auftraggeber gibt den Takt vor
Im Gegensatz zu früher ist es also fast ausschliesslich der Auftraggeber, der angesichts steigender Anforderungen des Managements die Geschwindigkeit vorgibt. Der Zeitfresser «Qualität», in früheren Perioden das Argument vieler Institute, tritt gegenüber dem Anspruch auf maximale Geschwindigkeit und Einfachheit in den Hintergrund.
Möglichst «in Echtzeit» ist das Zauberwort, das zunehmend als Forderung an Researcher herangetragen wird. Dazu kommt, dass die Budgets nicht steigen, sondern unter Druck sind. Aber - wie ist dies zu erreichen?
Hier sind neben der Schnelligkeit nachfolgende Faktoren evident für Institute: Researcher müssen einfacher produzieren und Kundinnen und Kunden müssen einfacher verstehen können und nützliche Handlungsempfehlungen erhalten.
Methodenkenntnisse wird man bei immer weniger Auftraggebenden vorfinden. Eine Einarbeitung kostet zu viel Zeit und die Anforderungen an die Auftraggebenden von Insight Projekten sind so hoch und auch mengenmässig belastend, dass sich diese nicht mit einer komplizierten Analyse herumschlagen können – und häufig auch nicht möchten.
Wie kann man nun schneller werden?
Prozesse, heute noch langsam, fehleranfällig und kompliziert, sind durch Standardisierung zu entschlacken und auf ein Minimum zu reduzieren.
Die immer wieder «from scratch» aufgebauten Befragungskonzepte sind durch geprüfte und bewährte best practice Templates zu ersetzen.
Das set up und die Aufbereitung der Ergebnisse haben sich an den Bedürfnissen der Auftraggeber zu orientieren. Das bedeutet convenient und nachvollziehbar zu sein, die Reportings müssen nutzbringende Ergebnisse liefern.
Aber - leidet nicht die Qualität?
Einfacher und schneller Research ist nicht zwangsläufig schlechter. Es werden validierte – eben best practice Methoden verwendet. Fehler in der Projektabwicklung werden durch Standardisierung und Reduktion vieler Prozessschritte minimiert. Im Gegensatz zur qualitativen Forschung besteht die Quantifizierung operativer Probleme aus einer vordefinierten Menge möglicher Antworten, die es zu validieren gilt. Zudem ermöglicht die Standardisierung der Frageninhalte ein Benchmarking mit Projekten gleicher Fragestellungen, anhand dessen Auftraggeber ihre eigenen Ergebnisse einordnen können.
Und der methodische Laie?
Gerade Nicht-Marktforschungsspezialisten müssen in die Lage versetzt werden, ohne fremde Unterstützung und binnen Minuten ein eigenes Projekt aufzusetzen.
Das set up muss direkt und intuitiv auf einer Plattform geschehen und an einer möglichst einfachen Bedienung ausgerichtet werden. So können umfangreiche Briefings, Einholen von Offerten, ermüdende Diskussionen mit möglichen auftragnehmenden Instituten vor, während und nach der Projektabwicklung überflüssig gemacht werden.
So ist Research in den 20er Jahren des 21. Jahrhundert.
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