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Innovation - ohne das richtige Team wird sie scheitern

Author

Klaus Ammon

Date Published

L'innovation - sans la bonne équipe, elle échouera

Wer schon einmal in einem Unternehmen an einem Innovationsprojekt beteiligt war, kennt das: Ausufernde Sitzungen mit KollegInnen, fruchtlose Diskussionen über das richtige Vorgehen, persönliche Animositäten zwischen den TeammitgliederInnen – und viele unterschiedliche Meinungen statt faktenbasierten Wissens über die to do’s.

Deshalb sind im Vorfeld eines Innovationsprojektes intern, d.h., in den Unternehmen die Hausaufgaben im setup des Innovationsmanagement zu machen. Dies bedeutet, ein geeignetes Team zusammenzustellen.

Ohne Commitment des Top Managements droht das Scheitern

Doch zuerst: Wird das Innovationsprojekt vom Top Management getragen und aktiv unterstützt? Ist dieses Commitment nicht gegeben, kann das Projekt in der Regel an Ort und Stelle begraben werden – zu viele technische und finanzielle Hindernisse, persönliche Animositäten und ewig gestriges Gedankengut liegen auf dem steinigen Weg zur Innovation.

Wie soll sich das Innovationsteam zusammensetzen?

Wie rekrutiert man nun die dafür geeigneten Personen? Philipp Wagner und Frank Piller von der RWTH Aachen beschreiben in ihrer 2016 erschienen Abhandlung wesentliche Bedingungen, die zu erfüllen sind, wenn man ein Innovationsteam auf die Beine stellen möchte.

Welche Mitarbeitenden aus Marketing & Vertrieb, Produktion sowie Forschung & Entwicklung verfügen über fundierte Kenntnisse in Bezug auf das Innovationsvorhaben?

Welche Mitarbeitenden haben eine besonders kreative Herangehensweise beim Lösen von Problemen?

Welche Mitarbeitenden sind besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Herangehensweisen und scheuen sich nicht vor offenen Ideenaustausch mit anderen KollegInnen im Unternehmen?

Welche Mitarbeitenden haben Erfahrung im Management von Innovationen - beziehungsweise sind in der Organisation als erfolgreiche Innovierende anerkannt?

Führung und Moderation des Innovationsteams

Was bei den Autoren jedoch nicht explizit erwähnt wurde, sind die Projektleitung und die Moderation des Innovationsteams. Es nutzt wenig, nur FachspezialistInnen zu versammeln, die in ihren jeweiligen Fachgebieten top sind – jedoch nur über unterentwickelte Führungs- und Moderationskills verfügen.

Was die Moderationsfähigkeiten anbelangt, spielen diese eine enorme Rolle dabei unterschiedliche Meinungen zu sammeln, zu bewerten und so widerzuspiegeln, dass negative Emotionen gar nicht erst aufkommen – zumindest aber im Zaum gehalten werden können und die funktionale Tätigkeit im Vordergrund steht. In der Moderation von Teams ist nicht nur viel Fingerspitzengefühl erforderlich, der/die ModeratorIn hat auch die eigenen Befindlichkeiten nach hinten zu stellen. Und - in Innovationsprojekten sollten diese Fähigkeiten noch ausgeprägter sein – immerhin steht man, zumindest in Teilen, unbekannten Herausforderungen gegenüber.

Wer macht nun den Job?

Die Führung von Innovationsteams ist mindestens genauso herausfordernd wie die Moderation. Wenn die beiden Funktionen nicht in Personalunion geführt werden, was erwartet man dann von der Projektleitung? Übernimmt die ranghöchste Person auch automatisch auch die Führung von Innovationsteams? Wird eine andere Person von den anderen Teammitgliedern getragen? Und wenn dies nicht der Fall ist, wird dann «von oben» bestimmt, wie es zu laufen hat?

Die Frage ist nicht pauschal beantwortbar sondern muss in jedem Einzelfall geprüft werden. Sicher ist jedoch, dass sich Führungsverantwortliche in den Unternehmen diesen Fragen vor dem set up einer Innovation zu stellen haben, soll nicht das Scheitern des Innovationsprojekts mit dem ersten «Spatenstich» bereits vor-programmiert sein.

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